NETZ UND TRENDS

Mit Plan spielen

e-mail

„Mini Metro“ ist ein kleines Strategiespiel, mit dem Ideen von Engpass und Lean-Management sozusagen als Fingerübung an Mitarbeiter vermittelt werden kann. Es handelt sich hierbei um eine kleine U-Bahn-Simulation, die kostenlos …

… im Browser gespielt werden kann. Bei „Mini Metro“ muß ein U-Bahn-System so wirksam ausgebaut werden, dass es zu keinerlei Haltestellen-Engpässen kommt und Fahrgäste geringe Wartezeiten in Kauf nehmen müssen. Mit der Zeit wachsen Stadt, Stationen und die Anzahl der Fahrgäste. Die spannende Frage ist, wie lange man das Schienennetz aufrecht erhalten kann. Um als Metro-Macher spielen zu können, wird das Browser Add-On Unity Web Player benötigt, das man auch direkt in der Web-App herunterladen kann.

Achtung: Unzulässiges E-Mail-Marketing

Speicherstick

Bußgelder in Millionenhöhe drohen ab Mai 2018. Dann tritt die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Bis zu 20 Millionen kann die Strafzahlung betragen, wenn …

… rechtswidrige Werbemaßnahmen und Datenschutzverstöße nachgewiesen werden. Hinzu kommen weitere Rechtsgrundlagen und zahlreiche Urteile, die es bei der Arbeit zu berücksichtigen gilt. Einen Überblick im Paragrafendschungel bietet die neueste, sechste Auflage der „eco Richtlinie für zulässiges E-Mail-Marketing“. Zudem gibt das Handbuch einen erweiterten Überblick zur Rechtslage in Österreich und der Schweiz.

E-Mail-Werbung nur mit Einwilligung heißt das Zauberwort. Dieser einfache Grundsatz erweist sich jedoch anspruchsvoll bei der Umsetzung. Die Autoren des Handbuches setzen sich intensiv mit den Voraussetzungen für eine wirksame Einwilligung im Kontext der unterschiedlichen nationalen Vorschriften auseinander. Die 6. Auflage der „eco Richtlinie für zulässiges E-Mail-Marketing“ steht kostenlos unter https://de.certified-senders.eu/dokumente/ zum Download zur Verfügung.

ERFAHRUNGEN UND ERFOLGE

Flinke Führung

Entscheidungsgewalt

Anders übersetzt deutet die Überschrift auf ein Trendthema, das schon fast wieder im Wust von Personalmanagement- und Personalentwicklungs-Theorien untergegangen ist: Agiles Management. Für eine namhafte Unternehmensberatung umfasst Agilität die Fähigkeit ...

... einer Organisation, rasch auf Veränderungen zu reagieren. Die Idee dahinter klingt bestechend. Mehr Freiheit für schlankere Prozesse, mehr Innovation und zufriedenere Mitarbeiter schlagen sich positiv im Unternehmensergebnis nieder. Soweit die Theorie, praktisch liegen ein paar Mühlsteine im Weg, die wie dicke Bremsklötze wirken können. Freiheit beinhaltet nämlich auch die ungeschminkte Meinungsäußerung, beispielsweise wenn die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurückbleiben. Unternehmens- und Vertrauenskultur können hier die oben genannte Bremse wieder entriegeln. Überhaupt entdeckt man bei näherem Hinschauen Begriffe und Voraussetzungen, die auch schon vor der Trendwende durch agiles Management thematisiert waren. Konkrete Ergebnisse bei Planungs- und Umsetzungszyklen und Entscheidungen dort treffen, wo das Wissen und nicht die disziplinarische Macht sitzt, sind ebenfalls Orientierungen, die weit vor und hinter die „Flinke Führung“ reichen.

Die Wissenschaftler Isabel Reichel und Lutz Becker von der Hochschule Fresenius haben ausgewertet, welche Voraussetzungen Mitarbeiter in agilen Unternehmen nennen: Vertrauen, Eigeninitiative, Fähigkeit zu teilen, Selbstreflektion, Verständigung auf gemeinsame Ziele, Kommunikation, Veränderungsbereitschaft, Konzentration auf das Wesentliche und Verständnis für Kundenbedürfnisse. Alles richtig und wichtig – waren aber auch schon vorher Bestandteile älterer Managemententwürfe.

Instrument Intuition

Pinocchio

Big Data und Künstliche Intelligenz beherrschen die Prognosen künftiger Szenarien. Und ganz leise und nebenbei schiebt sich eine Fertigkeit ins Bewusstsein, die schon immer gekannt, nur leider in den Hintergrund gedrückt wurde, die Intuition. Sie ist eine ...

... Eingebung, ein geistiger Zufallsfund oder auch ein glücklicher Umstand der Erkenntnis. Leider nicht gern gesehen, besonders im Umfeld der Managementpraxis. Es sei denn, wir reden über agiles Management (siehe auch unseren Artikel „Flinke Führung“). Warum gilt sie weniger als das messbar, auf Fakten beruhende Urteil? Die Begründung liegt vielleicht hier: Wenn man nicht haarklein herleiten kann, wodurch der Einfall (die Intuition) zustande kam, dann ist das für eine Kultur, die überwiegend kopiert und immer schneller rotiert, schlichtweg nicht akzeptabel. Salopp formuliert, es muss geklaut, kopiert oder gestohlen sein.

Nun ist es wohl nicht so, dass die Intuition einen Menschen einfach so heimsucht. Sie braucht eine gute Vorbereitung, harte Arbeit, kombinatorisches Geschick und Empathie, um sich als Feuerwerk in einem Geistesblitz zu entladen. Das wusste auch der Chemiker und Mikrobiologe Louis Pasteur, „der Zufall trifft nur einen vorbereiteten Geist“. Prof. Gerd Gigerenzer, seit 1997 Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, belegte in einer seiner bekannten Studien, dass in internationalen, börsenorientierten Unternehmen gut 50 Prozent aller wichtigen professionellen Entscheidungen am Ende intuitiv getroffen werden. Das mag man aber nicht laut sagen, denn eine Bauchentscheidung trifft und verantwortet man persönlich. Sollte man mit herkömmlichen Mitteln seine Entscheidung nicht belegen können, dann kann sie einem existentiell vor die Füße fallen. Nicht zuletzt deswegen haben Berater, Algorithmen, Formeln wie auch Maschinen und Systeme Konjunktur. Das Risiko wird an eine vermeintlich neutrale und wissenschaftliche Instanz verwiesen. So instrumentalisiert verwässert diese Praxis eine andere wichtige Komponente – die Verantwortung. Aber das wäre ein Thema für einen der nächsten Newsletter.

ENTWICKLUNG UND BEISPIELE

An die Idee der Zeit

Holzpuppe

Eben anders und schnell, so lässt sich das neue Credo deutscher Unternehmen fassen. Früher fraß der Große den Kleinen, heute schluckt der Schnelle den Langsamen. Hierzu braucht es andere Strukturen und auch andere Kommunikationswege. Künftig zählen die Ideen, ...

...doch diese sind in streng hierarchischen Organisationen schwer aufzuspüren. Experimente mit offenen Bürolandschaften a la Silicon Valley, flachere Hierarchien oder neue Formen der Bezahlung sollen helfen, den Puls des Zeitgeistes zu erspüren und in Ideen umzusetzen. Zwei Hindernisse stellen sich derzeit dem entgegen. Führungskräfte, die nicht loslassen, und Mitarbeiter, die nicht ranwollen. Die einen fürchten um ihre Pfründe, die anderen eine Form von Freiheit, die Verantwortung voraussetzt und damit ziemlich anstrengend werden kann.

Es werden Modelle ausprobiert, in denen die Führungspositionen wechseln, ohne dass der Mitarbeiter das Unternehmen verlässt. Gelingt ein solches Vario-System, bleibt enormes Know How im Unternehmen, da der in die Funktion Zurückgekehrte alle Bereiche der Firma kennt und zudem sehr genau um die Bedürfnisse der Kunden weiß. Geschaffen wäre ein ideales Unternehmensbiotop, in dem Motivation wie Neuerung ans Tageslicht blubbern. Die aufgegebene Sicherheit in der Struktur muss einen anderen Anker finden. Hier ist Unternehmenskultur gefordert, die alternativ einspringt und Sicherheit durch Umgang, Verantwortung wie Vertrauen bietet. Sollte die Kultur genau so schnell wachsen wie geänderte Räumlichkeiten oder Hierarchien, besteht wenig Anlass für Defätismus.

Superdurchblicker

Ordnungsprinzip

Prognosen sind immer schwierig, besonders, wenn Sie die Zukunft betreffen. Egal ob Mark Twain, Karl Valentin oder Niels Bohr die Ausblicke kritisch sahen, die Sagen-umwobenen Orakel könnte es doch geben. Philip Tetlock konnte nach zwanzig Jahren ...

... Forschungen zeigen, dass es einzelne Menschen gibt, deren Prognosequalität sich deutlich von der der Allgemeinheit abhebt. Der Psychologe von der University of California entdeckte bei drei Probanden, dass sie zu zwei Prozent der Menschheit gehören, auf deren Vorhersagen Verlass ist - und zwar quer durch alle Lebensbereiche. Ein anschließendes Forschungsprojekt mit 284 Experten, die in zehn Jahren insgesamt rund 28.000 Prognosen abgaben, endete, nicht wie erwartet schlecht, sondern desaströs. Trefferquote 50 Prozent. Raten zeigt ähnliche Ergebnisse. Zu viel Wissen, zu viele Informationen erklären, dass bei Sportwetten oder Vorhersagen an der Börse oft jene genau so gut oder besser abschneiden, die von dem Thema keine Ahnung haben.

Die oben genannten drei Probanden unterschieden sich dagegen deutlich. Ihre Prognosen waren um 65 Prozent besser als die der anderen. Ihr Merkmal für diese Fähigkeit? Sie denken anders als die meisten Menschen. Sie stellten ihre eigene Weltsicht oft und gern in Frage. Alles, wozu sie ein Urteil abgaben, recherchierten sie gründlich. Neue Informationen wurden aufgenommen und ihre Einschätzung angepasst. Sie hatten kein Problem, ihre Meinung zu ändern, keine Angst vor Zahlen und verstanden Wahrscheinlichkeiten intuitiv besser als der Durchschnitt der Bevölkerung. Sie waren Empathen, die sich schnell und gut in andere hineinversetzen und deren Gegenargumente sofort in ihre Prognosen integrieren konnten. Denken und Ansichten einer ganzen Gruppe kamen so in einer Person zusammen und diese gelangten durch die unterschiedlich angenommene Sichtweisen zu einem ausgewogenen Urteil. Wohlwollend formuliert kann das „Instrument Intuition“ stimmige Vorhersagen ermöglichen.

BÜCHER UND ARTIKEL

Freiheit, Sein und Aprikosencocktails

Die Erde ist eine Scheibe?

„Das Café der Existentialisten“ von Sarah Bakewell bietet ein herrliches Leseabenteuer, in dem die philosophische Schwere leicht hinter einer kundigen Erzählung schwebt. Der Untertitel „ Freiheit, Sein und Aprikosencocktails“ ist Programm und lädt zum Schmökern...

... bei Pastis oder Wein ein. Die Protagonisten Sartre, Simone de Beauvoir, Camus und andere sind real und dennoch so privat skizziert, dass man zwischenzeitlich den Eindruck gewinnt, einen Roman zu lesen. Die beschriebene und erklärte Bewegung des Existentialismus wirkt hochaktuell und ergänzt durchaus die in diesem Newsletter angerissenen Themen zu Intuition, Blick in die Zukunft, Verantwortung, Freiheit und Hierarchie.

Laut Bakewell „treffen die Existentialisten im Augenblick einen blank liegenden Nerv.“ Kartographiert durch die Neurobiologie, getrieben durch Algorithmen zum Kaufverhalten und gefühlt überwacht durch Social-Media-Konzerne tauchen die existentialistischen Fragen wieder auf. Nur sind die schwarzen Rollis nun T-Shirts und Sneakers gewichen und der Jazz tönt hinter Rap und House. Die großen Fragen dieser Zeit gewinnen erneut an Kontur. Wie lebt man ein authentisches, im umfassenden Sinn menschliches Leben und wie teilt man sich die Welt mit vielen anderen, die gleichfalls versuchen zu leben? Natürlich obliegt dem Leser die Beantwortung der Fragen. Aber er erhält Hilfestellung durch die Exkurse in die Gedanken der historischen Figuren. Sartre erhellt durch seine Gedanken zur Freiheit und de Beauvoir wird zu den subtilen Mechanismen der Unterdrückung angeführt. Der Mensch in der Revolte, Camus, findet sich im Buch und die Technik erfährt eine Betrachtung durch Heidegger.

Sarah Bakewell kennt ihre Figuren, führte sie doch die Auseinandersetzung mit Sartre zum Philosophiestudium und zu einem existentialistischen Lebensstil in Berlin und London. Sie verklärt nicht, sie nennt die Dinge beim Namen. Sie unterschlägt weder die Nähe Heideggers zum Nationalsozialismus, noch die Skurrilität Sartres, der Zeit seines Lebens einen großen Widerwillen gegen Glibber und Schleim hegte. Nun, man sollte sich nach dem Umschlagen der letzten Buchseite nicht wundern, wenn der nächste Städtetrip im Frühjahr nach Paris führt. Die Cocktails der Erkenntnis lassen sich auch hervorragend in den Cafés der Seinemetropole genießen.


Sarah Bakewell, Das Café der Existentialisten, C.H. Beck, München 2016, 448 Seiten, € 24,95

Besser Brandmarken

Positionierung in dynamischen Märkten bei gleichzeitiger Kundenbindung, diese Umsetzungen gewinnen an Bedeutung. Mit Brand the Future wird gerade Managern im B2B ein Buch an die Hand gegeben, diesen Herausforderungen zu begegnen. Ob Giraffenprinzip, Storytelling oder Neuromarketing, ...

... in der Anthologie von Herausgeber Thomas Gey findet man siebzehn Beiträge, die sich anschaulich und praxisorientiert mit der systematischen Marktentwicklung auseinandersetzen. Thomas Gey ist Professor für Marketing & Strategische Unternehmensentwicklung an der Hochschule der Wirtschaft Nordakademie in Hamburg und Elmshorn. Die Beiträge der verschiedenen Verfasser befassen sich unter anderem damit, mit lebendiger Markenbildung dauerhaft im Kopf der Kunden präsent zu sein. Eine Hausmesse als Spektakel oder ein Musical als Roadshow, es geht darum, das Branding emotional zu ergänzen und parallel zum Faktischen eine emotionale Beziehung anzubieten und aufzubauen. Behavior-Branding ist ein weiterer Aspekt, denn Menschen machen Marken und besonders der Außendienstmitarbeiter wirkt als Botschafter in der ersten Reihe. Die Bindung an eine bestimmte Marke wird bei komplexen Investitionsgütern und erklärungsbedürftigen Dienstleistungen ausschließlich durch ihn hergestellt, so die These in einem Beitrag von Autorengespann Joachim Karbe und Matthias Klug. Insgesamt zwanzig Autoren beschreiben, meist zu zweit, anhand konkreter Beispiele wie eine Marke mit Dienstleistungspartnern systematisch entwickelt und mit daraus resultierenden Marketingaktivitäten konsequent und kontinuierlich weitergeführt wird.

Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass sich die meisten Beispiele auf die Best Practice Erfahrungen des weltweit vertretenen Gabelstaplerherstellers und Logistikdienstleisters Still in Hamburg beziehen.


Gey, Thomas (Hrsg.), Brand the Future, Systematische Markenentwicklung im B2B, Verlag Springer Gabler, Wiesbaden 2016, € 29,99

DATEN UND AKTUELLES

Öffentliche Trainings

Unser nächstes öffentliches Managementtraining
"WANDEL-MACHT-MUT"
findet an den folgenden Terminen statt:

KARRIKATUR

Zum Schmunzeln

Zum Schmunzeln

Der Newsletter wurde erstellt mit der redaktionellen Unterstützung von www.beziehungswerk.de.

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#7 {main}